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Sonntag, 28. August 2016

Welcher Teil von mir bleibt?

Wenn ich in den Spiegel schaue, schenke ich mir immer selbst ein Lächeln. Soll einen ja aufbauen. Und das tut es meistens auch.


Ich frage mich oft, wie anders wir alle aussehen würden, wenn wir unseren eigenen Charakter verkörpern würden. Und dann, wie mein eigener Charakter eigentlich ist.
Was mich ausmacht, aber was macht mich aus?

Meine Talente?
Meine Reaktionen?
Meine Vorlieben?
Meine Hobbies?

Vielleicht sind diese Gedanken stärker denn je, weil ich durch meine Verletzung meinen rechten Arm nicht wie immer benutzen kann.

Ist es also auch Teil meines Charakters, dass ich für mein Leben gerne zeichne? Male, Listen schreibe? 
Wie kann es dann sein, das diese Seite von mir, auf die ich mich oft genug reduziert habe, auf einen Schlag, oder eher, wie momentan, auf einen Knall, zeitweilig einfach verloren ist?
Scheint, als wäre ein Teil von mir nicht verfügbar.

Es ist aber doch komisch, wie die Art und Weise, mit der ich meinen Charakter scheinbar auslebe, so abhängig ist von meinem Körper. Hätten meine Talente jetzt woanders gelegen, nicht in meinem rechten Arm, sagen wir in meinem Bein; oder gibt es auch Menschen, für die kein Körperteil diese Aufgaben übernehmen kann? Wie verleihen die dann ihren Gedanken Ausdruck, oder fressen sie alles in sich hinein?

Angenommen, keines meiner Körperteile wäre mehr intakt, was würde mich dann noch ausmachen?

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